Kinderladen muss gehen?

Von den Vertreibung aus Gewerberäumen sind nicht nur Kleingewerbetreibende betroffen, sondern immer mehr Kinderläden. Auch diese sind in ihren (meist) Parterre-Räumen mit ihren Gewerbemietverträgen schutzlos der Gentrifizierung ausgesetzt. Aktuell trifft es gerade einen Kinderladen in Friedrichshain, dessen Schreiben wir hier dokumentieren:

Werte Medien/ JournalistInnen

Ich wende mich hiermit mit der Bitte um Unterstützung und Öffentlichkeit für ein existenzielles Problem einer seit 8 Jahren bestehenden, vom Bezirk geförderten Kleinkinder-Betreuungseninrichtung in Friedrichshain-Kreuzberg in der Wühlischstr. 57.

Am 5. Januar 2017 erhielt dieser Kinderladen nach 8 Jahren ein Kündigungsschreiben der HKL-Hausverwaltung zum 31.7. 2017. Das Entsetzen und die Aufregeung sind jetzt sehr groß, weil es nahe zu unmöglich scheint bis zum 31.7. 2017 in akzeptabler Nähe der Wohnsitze der Eltern u. Kinder bezahlbare Alternativen und geeignete Räume anmieten zu können.

Mehrere mit dem Geschäftsführer der HKL-Hausverwaltung Herrn Schönberg vereinbarte Gesprächstermine wurden immer wieder kurzfristig abgesagt. Auch auf mehrmaliges Nachfragen im Büro der HKL wurden die den Kinderladen betreibenden ErzieherInnen sowie die Eltern immer wieder ergebnislos vertröstet.

Her Schönberg hatte zur fristgerechten Räumung des Kinderladens zwar bezahlbare, alternative Räume der HKL in fußläufiger Nähe in Aussicht gestellt, doch wurden diese Zusagen bis heute nicht konkretisiert.

Da es in Friedrichshain-Kreuzberg, sowie in allen Innenstadtbezirken ein wachsendes Problem auch für die Bezirke und das Land Berlin gibt geeignete und nach den Budgetregeln bezahlbare Räumlichkeiten für die Kleinkinderbetreuung anmieten zu können, zeigt sich neben der rücksichtslosen u. hauptsächlich renditemaximierenden Vermietungspraxis auch ein politisches Steuerungsproblem durch die Landesregierung und Bezirk.

Der Schutz gemeinwohlorientierter, sozialer und kultureller Einrichtungen  wird immer mehr durch den Mißbrauch des Eigentumsrechts durch eine wachsende Zahl von Wohnungsunternehmen massiv zurückgedrängt.

Als enger Vertrauter dieser Kleinkindereinrichtung muß ich jetzt schon seit Monaten die Sorgen, Ängste, Ratlosigkeit und teilweise Hilflosigkeit der ErzieherInnen und Eltern eine Lösung für diese existenzbedrohende Situationzu finden mitansehen.

Denn wenn keine alternativen, bezahlbaren Räume in der Nähe der Wohnsitze der Eltern und Kinder gefunden werden, können ein Großteil der Eltern, teilweise auch alleinerziehend, nicht mehr einer geregelten Arbeitszeit nachgehen.

Bis zum Kündigungstermin am 31.7. verbleiben noch 10 Wochenum  um eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu schaffen.

Aus all diesen Gründen bitte ich sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für den Erhalt dieses Kinderladenprojektes durch eine Veröffentlichung dieser Situation einzusetzen und sich mit den ErzieherInnen, Eltern und Hausverwaltung in Verbindung zusetzen.

Dazu hier die folgenden Kontaktdaten :

Erzieherin Frau Karola Langner : karo.la@web.de    / Tel. 0170 979 23 41
HKL-Hausverwaltung : Her Schönberg info@hkl-schoenberg.de   / Tel. 030 293 5050 1
EigentümerInnen : Foix1. Grundbesitz Berlin GbR
Wolfgang Feix, 23 552 Lübeck, St.-Annen-Str. 8,  Tel 0451 70 52 75 oder 70 55 29
Jugendamt-Kinderpflege : Silvia Hörhann-Bock  / silvia.hoerhann-bock@ba-fkberlin.de  / Tel. 030 90 298-4108

Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Es gibt eine Vielzahl Kitas im Bezirk, denen das gleiche Schicksal droht.

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