De-Gentrifizierung? Wir sind dabei!

Wer wirklich etwas gegen massiv steigende Mieten in seinem Kiez hat, der muss aufhören zu jammern – und endlich selbst aktiv werden. Das sagen wir ja auch! Die Leute von „Bohemian Browser Ballett“ haben dafür tolle Tipps auf Lager, um seinen Kiez zu „De-Gentrifizieren“.

Die Morgenpost hat die Tipps mal für uns zusammengefasst:

Tipp 1: Ausgebranntes Auto abstellen. „Ein ausgebranntes Auto in Eurer Hood signalisiert: Hier kommt man mit seinem Wohlstand besser nicht hin.“ Die Idee der Videomacher daher: Ein ausgebranntes Wrack beim Schrottplatz kaufen. Die seien schon für 500 Euro zu haben – und eine wirkungsvolle Abschreckung. Das Versprechen: „Es lohnt sich.“

Tipp 2: „Infame Unterstellungen gegen Unbekannt“. Konkret rät das „Bohemian Browser Ballett“, zum Beispiel ruhig mal „MÖRDER“ in roter Farbe an eine Hauswand zu sprühen. Deren Bewohner solle man natürlich vorher einweihen – „wie bei allen Maßnahmen“. Der Vorzug dieser Aktion: Sie koste wenig, bringe aber viel.

Tipp 3: Leichenumrisse und Kunstblut: Einfach mal die Umrisse einer Leiche auf Straße oder Gehweg malen – und dann noch eine täuschend echt aussehende Portion Kunstblut drüberkippen. Das gebe es bereits für rund 10 Euro im Theaterbedarf. „Und spätestens, wenn die Kinder mit Gummistiefeln drin rumhüpfen, sagt der Yuppie: Adieu mit Ö.“

Tipp 4: Die „inverse Kehrwoche“. Soll heißen: Aufräumen mal andersrum. „Jede Woche ist ein anderer Nachbar dran, seinen Müll vom Balkon zu schmeißen.“

Tipp 5 dürfte sogar völlig legal sein: „Der falsche Muezzin“. Der geht so: Einfach mal aufs Dach gehen und dort eine Lautsprecherbox mit ordentlich Wumms aufstellen – daran ein Smartphone anschließen und damit Muezzin-Gesänge abspielen. Und zwar fünf Mal am Tag. Das nerve einen am Anfang zwar selbst, aber schon bald merke man das gar nicht mehr.

Tipp 6: „Fake News und falsche Pressearbeit“. Wer in diesem Bereich Erfolg hat, könne den Mietspiegel in seinem Bezirk halbieren. Und das geht so: Einfach mal ein Plakat aufhängen, zum Beispiel mit Texten wie „Warnung! Hunde-Aids! Vorsicht vor freilaufenden Streunern.“

Tipp 7: Flüchtlingsheim ankündigen: Das wecke sogar Besorgnis bei „Grünen-Wählern mit doppeltem Einkommen“. Also einfach mal ein entsprechendes Hinweisschild basteln – die Videomacher griffen hierbei auf die Optik der „Be Berlin“-Kampagne zurück – und auf einem unbebauten Grundstück in den Boden rammen. „Hier entsteht ein Flüchtlingsheim.“

Tipp 8: Ein „Kinderfreund“ auf dem Spielplatz. Da es genügend arbeitslose Schauspieler in großen Städten gebe, solle man einfach mal einen engagieren, und zwar „den ekligsten“, für die Rolle „Spielplatz-Manfred“. Der lungert dann einfach – hochverdächtig mit Hornbrille, Schirmmütze und Süßigkeiten – auf dem Spielplatz herum und beobachtet Kinder. Achtung: „Sagt vorher den Eltern Bescheid“, rät das „Bohemian Browser Ballett“.

Es gebe, fasst der Aktivist im Video zusammen, jede Menge Möglichkeiten, um zur „De-Gentrifizierung“ beizutragen. Nur eines gehe nicht: „Jammern und Nichtstun“.

Das hilfreiche Video könnt ihr euch hier angucken. Na, was meint ihr, funktioniert das? Wie, das soll Satire sein? Nee, oder?

 

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