Ihr seid eingeladen!

Endlich ist es so weit: wir präsentieren euch unsere Ausstellung

»Gentrifidingsbums – Eene, meene, muh und raus bist du?«

am 16.2.2018 um 18:00 Uhr

im Kiezanker 36 in der Cuvrystr. 13/14

 

Wir haben uns lange damit beschäftigt, welche Auswirkungen die Gentrifizierung und Touristifizierung im Wrangelkiez auf den Alltag und das Leben von Kindern und Jugendliche hat. Wir haben neun Themen ausgesucht, an denen wir die Veränderungen im Kiez bemerken:

  • Verkehr. Der Verkehr im Wrangelkiez hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. es sind nicht nur viel zu viele Autos im eigentlich verkehrsberuhigten Bereich unterwegs, sie fahren auch viel zu schnell und parken alles zu. Wir haben zu diesem Thema ja auch eine Aktion durchgeführt, den Spielstraßentag sowie unseren Wettbewerb »Jetzt planen wir!«.
  • Ferienwohnungen. Vergleicht man die Wohnungen, die bei Immobilienportalen im Internet zur Miete angeboten werden mit den Ferienwohnungen auf AirBnB, dann wird einem schnell klar, dass hier schnelles Geld mit Wohnraum gemacht wird, der denen, die hier dauerhaft leben oder leben wollen, fehlt.
  • Schließung sozialer Einrichtungen. Viele soziale Einrichtungen im Kiez wie Kitas, Jugendtreffs oder Sozialberatung haben Gewerbemietverträge und kaum Kündigungsschutz. Sie sind Mieterhöhungen von teilweise mehreren hundert Prozent ausgesetzt.
  • Veränderung der Bewohner*innen. Durch die Aufwertung des Kiezes ändert sich auch die Zusammensetzung der Bewohner*innenschaft. Die Aufwertung der Schulen im Kiez, die noch vor einigen Jahren als Problemschulen galten und nun Kinder abweisen müssen, weil die Schulen so beliebt geworden sind, ist ein Beispiel dafür. Die teuren Miete können sich viele der angestammten Bewohner*innen nicht leisten und so leben inzwischen deutlich mehr wohlhabende Menschen im Kiez, was man auch an den teuren Autos und Läden sieht.
  • Touristifizierung. Neben denen, die dauerhaft nach Berlin ziehen, zieht es auch immer mehr Tourist*innen in die Stadt, die als Partylocation international einen guten Ruf hat. Leider geht dies meist auf Kosten der Anwohner*innen, die den Lärm, Müll und die Distanzlosigkeit vieler Partytourist*innen ertragen müssen.
  • Verkommerzialisierung des öffentlichen Raums. Immer mehr Flächen werden kommerziell genutzt: seien es Plakatwände, Restaurant und Cafés, die alle Gehwege und Plätze mit Stühlen und Tischen vollstellen oder die Mietfahrräder und -roller, die auf Gehwegen geparkt werden. Öffentlicher Raum, der eigentlich allen zur Verfügung stehen sollte, wird von einigen genutzt, um damit Geld zu verdienen.
  • Mehr Gastronomie, weniger Läden des täglichen Bedarfs. Die enormen Mietsteigerungen kann sich nur leisten, wer viel einnimmt. Da sich mit Gastronomie und allem, was auf finanzkräftige Tourist*innen abzielt, mehr Geld verdienen lässt, als mit Gemüseläden oder Schustereien, werden diese Kleingewerbe immer mehr verdrängt.
  • Umwandlung in Eigentumswohnungen. Neben den Mietsteigerungen durch energetische Sanierungen oder andere Tricks, sind es vor allem die Umwandlungen in Eigentumswohnungen, die die angestammten Bewohner*innen vertreiben. Zwar bieten alte Mietverträge einen gewissen, zeitlich beschränkten Schutz, aber viele Eigentümer*innen wissen inzwischen sehr gut, wie sie diesen umgehen können.
  • Zwangsräumungen. Zwangsräumungen sind die brutalste Art der Verdrängung. Immer wieder kommen Menschen auch schuldlos, weil beispielsweise die Ämter die Mietzahlungen versäumen, in diese Notlage. Dabei spielt es keine Rolle wie alt und krank jemand ist oder ob auch Kinder betroffen sind. Räumungen werden mit teilweise massivem Polizeieinsatz durchgesetzt und sind die schmutzige Fratze der Spekulation mit Wohnraum.

Zu diesen Punkten haben wir Collagen gebastelt, die wir als Wanderausstellung auf Tafeln, als Plakate und als Postkartenserie präsentieren.

Wir freuen uns auf auch, am 16. Februar um 18:00 Uhr!

 

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